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Immobilien statt Renten Für Investoren, institutionelle wie Privatanleger gewinnen Immobilien zunehmend an Bedeutung. Nach der in den USA durchgeführten Studie „New Sources of Return“ beabsichtigen viele Pensionspläne ihre Immobilienquote zu erhöhen: Neben dem Diversifizierungspotenzial, das 78 Prozent der Befragten nannten, sowie den Ertragsmöglichkeiten, die 65 Prozent ausführten, sind Immobilien in den USA die bevorzugte Anlageklasse um sich gegen Inflation abzusichern. In dem vergleichbaren „European Alternative Investment Strategies Survey“ Werden aus Sicht der europäischen Anbieter von Pensionsplänen ähnliche Argumente angeführt. Insbesondere durch die Möglichkeiten die Immobilien zur Inflationsabsicherung bieten und die stetigen Cashflows laufen Immobilieninvestments den klassischen Rentenanlagen derzeit fast den Rang ab.
Denn gerade im aktuellen Zinsumfeld suchen Investoren nach angemessenen Erträgen bei moderatem Risiko. Immobilien bieten diese Kombination und korrelieren zudem nur gering mit anderen Investments. Da sich das Spektrum der möglichen Immobilieninvestitionen immens erweitert hat (offene und geschlossene Immobilienfonds, Immobilienaktien und -zertifikate, REITs Spezialfonds), ist zudem nun auch innerhalb dieser Anlageklasse eine strategische Allokation möglich. Dazu ist die Rolle, die Immobilien zukünftig im Portfolio einnehmen, zu definieren: Welche Anlageziele und welche Restriktionen sind gegeben? Und welche Liquiditätsanforderungen stellt der Investor an die Immobilienallokation? Ebenso wie sich die Gesamtanlage über mehrere Anlageklassen verteilt um Risiko und Erträge zu optimieren, bietet auch ein breit diversifiziertes Immobilienportfolio Vorteile. Dabei erzielen klassische Core-Investments einen Großteil der Rendite aus Cashflows mit Core Plus geht der Anleger bei höheren Erträgen entsprechend höhere Risiken ein.
Opportunistische Objekte fokussieren dagegen deutlich stärker auf das Wertsteigerungspotenzial und nur zu einem geringen Anteil auf Miterträge. Weiteres Diversifikationspotenzial bietet der Sektor Infrastruktur – diese Anlagen besitzen entweder Beteiligungscharakter oder rentenähnliche Eigenschaften. Zusätzlich lassen sich diese Investments inzwischen auch international diversifizieren – neben den klassischen Anlageregionen Europa und USA fassen immer mehr Immobilienanleger Schwellenländer wie China oder Indien ins Kalkül. Bei der strategischen Allokation kommt schließlich dem Anlagevehikel eine entscheidende Rolle zu. Denn die Liquiditäts-, Volatillitäs- und Korrelationsmuster des Immobilienportfolios lassen sich durch die Wahl des Anlagevehikels enorm beeinflussen. Immobilien stehen also heute vom Diversifikationspotenzial her anderen Anlageklassen in nichts mehr nach.
Quelle: Finacial Times Deutschland Jens Schmitt, Managing Director bei JP Morgan Asset Management in Frankfurt
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